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Bei Arbeitnehmern wird die vom Arbeitslohn zu zahlende Einkommensteuer im Wege des Abzugs vom Arbeitslohn erhoben (Lohnsteuer). Die Lohnsteuer ist nur eine Erhebungsform der Einkommensteuer, also keine Steuer eigener Art. Mit dem Steuerabzug ist das Besteuerungsverfahren im Allgemeinen abgeschlossen, es sei denn, dass für den Arbeitnehmer nach Ablauf des Kalenderjahres noch eine Veranlagung zur Einkommensteuer in Betracht kommt oder dass vom Arbeitgeber ein Lohnsteuer-Jahresausgleich durchzuführen ist.

Wer ist verpflichtet zur Erhebung und Abführung der Lohnsteuer?

Der Verpflichtung zur Erhebung und Abführung der Lohnsteuer unterliegt jeder inländische Arbeitgeber. Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer für Rechnung des Arbeitnehmer bei jeder Lohnzahlung vom Arbeitslohn einzubehalten

Auf welcher Grundlage beruht der Lohnsteuerabzug?

Grundlage des Lohnsteuerabzugs ist die Lohnsteuerkarte. Ab dem Jahr 2013 werden die Lohnsteuerkarten durch die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ersetzt.

Von wem wird die Lohnsteuer einbehalten?

Die Lohnsteuer ist nicht nur bei Arbeitnehmern einzubehalten, die im Inland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, sondern auch bei Arbeitnehmern, die im Inland zwar keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, aber deren Einkünfte zu 90 % der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder deren nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegende Einkünfte den Grundfreibetrag von 8354 € nicht übersteigen (als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelte Personen) sowie bei Arbeitnehmern, die im Inland keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, wenn sie entweder im Inland als Arbeitnehmer tätig sind oder ihre ausländische Tätigkeit im Inland verwertet wird (beschränke Einkommensteuerpflicht). Das gleiche gilt, wenn die im Ausland lebenden Arbeitnehmer Arbeitslohn aus inländischen öffentlichen Kassen erhalten.

Wovon wird die Lohnsteuer abgezogen?

Der Lohnsteuerabzug wird vom Arbeitslohn (Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit) vorgenommen. Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus einem Dienstverhältnis oder aus einem früheren Dienstverhältnis zufließen. Zu den Einnahmen zählen nicht nur Barvergütungen, sondern auch Sachbezüge (z.B. Bewirtung und Mahlzeiten, Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer). Es kommt im Übrigen nicht darauf an, ob es sich um einmalige oder laufende Einnahmen handelt oder ob ein Rechtsanspruch besteht; auch die Bezeichnung oder Form, unter der die Einnahmen gewährt werden, ist unerheblich.

Welche Dienstleistung erbringen wir?

Die Jahreslohnsteuer bemisst sich nach dem Arbeitslohn, den der Arbeitnehmer im Kalenderjahr bezieht (Jahresarbeitslohn). Bei der Ermittlung der Lohnsteuer werden die Besteuerungsgrundlagen des Einzelfalls durch die Einreihung der Arbeitnehmer in Steuerklassen, Feststellung von Freibeträgen und Hinzurechnungsbeträgen sowie Bereitstellung von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen oder Ausstellung von entsprechenden Bescheinigungen für den Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Ab dem Lohnsteuerabzug für das Kalenderjahr 2010 ist bei Arbeitnehmer-Ehegatten das Faktorverfahren zu beachten.

Wer schuldet die Lohnsteuer?

Schuldner der Lohnsteuer ist der Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber ist jedoch für die ordnungsgemäße Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer verantwortlich. Stellt das Finanzamt bei einer Prüfung fest, dass Lohnsteuer zu niedrig einbehalten wurde, so kann es den Arbeitgeber oder unmittelbar den Arbeitnehmer für die Fehlbeträge in Anspruch nehmen.

Was passiert, wenn zu viel Lohnsteuer gezahlt wurde?

Die im laufenden Kalenderjahr zu viel erhobene Lohnsteuer wird dem Arbeitnehmer nach Ablauf des Jahres erstattet. Das geschieht im Wege des Lohnsteuer-Jahresausgleichs, den der Arbeitgeber in bestimmten Fällen durchzuführen hat, und/oder durch eine Antragsveranlagung. In bestimmten Fällen ist auch für Arbeitnehmer zur Feststellung der Jahressteuerschuld eine Veranlagung zur Einkommensteuer zwingend vorgeschrieben (Einkommensteuer-Veranlagungspflicht). Hierbei handelt es sich insbesondere um Fälle, in denen der Arbeitnehmer noch andere Einkünfte bezogen hat oder ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen wurde (Lohnsteuerermäßigungsverfahren). Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer werden ebenfalls etwa zu viel einbehaltene Steuern erstattet, aber auch etwa zu wenig erhobene Steuern nachgefordert.

Gelesen 1443 mal Letzte Änderung am Dienstag, 26 Juli 2016
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