Steuererklärung rückwirkend machen –
Wie und bis wann?




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Grundsätzlich gilt, wer vom Finanzamt dazu verpflichtet ist, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, hat diese gemäß § 149 Abs. 2 EStG spätestens fünf Monate nach Ablauf des Steuerjahres beim zuständigen Finanzamt vorzulegen. Wenn Sie bisher keine Einkommensteuererklärung abgegeben haben und auch in diesem Jahr nicht aufgefordert wurden, dann besteht die Möglichkeit auch für die vergangenen vier Jahre eine Steuererklärung rückwirkend zu machen, um so eine maximale Rückzahlung zu erwirken (vgl. § 169 Abs. 2 Nr. 2; § 170 Abs. 1 AO). Generell ist jeder steuerpflichtige Arbeitnehmer durch die sogenannte Antragsveranlagung dazu berechtigt seine abzugsfähigen Aufwendungen beim Finanzamt geltend zu machen (vgl. § 46 Abs. 2 Nr. 6 EStG). Wer bisher noch gar keine gemacht hat und unsicher ist, findet über Elster Steuererklärung kompetente Hilfe.

Lohnt es sich eine Steuererklärung rückwirkend einzureichen?

Die relevantesten Aufwendungen stellen in diesem Zusammenhang die Werbungskosten dar. Darunter versteht man alle Aufwendungen, die dazu dienen Ihr Einkommen zu erwerben, zu sichern und zu erhalten. Den größten Anteil nimmt in der Regel die sogenannte Fahrtkostenpauschale ein. Um eine Steuerrückzahlung zu erwirken, würde es bereits reichen, wenn Sie eine Fahrstrecke von mindestens 15km zur Arbeitsstätte vorweisen können. Im Einzelfall ist zu klären, ob eine nachträgliche Einreichung der Steuererklärung lohnenswert ist. Bei dieser Überlegung sollten Sie sich klar machen, dass auch ohne oder mit geringem steuerpflichtigem Einkommen Werbungskosten entstehen, die sich positiv auf Lohnsteuererstattungen in den Folgejahren auswirken können.

Ein Beispiel zur nachträglichen Steuererklärung:

A hat im Januar 2012 eine Ausbildung begonnen, sein Einkommen lag in den folgenden drei Ausbildungsjahren im Grundfreibetrag. Das bedeutet, er war nicht einkommenssteuerpflichtig. Die Strecke von seinem Wohnhaus zum Betrieb beträgt 30 km, er fährt jeden Tag mit dem Bus. Im Januar 2015 beendete er seine Ausbildung und wurde übernommen, sein Jahresbruttolohn beträgt 24.000€.

A hat bisher keine Einkommensteuererklärung eingereicht, möchte das nun aber nachholen, da er gehört hat, dass eine nachträgliche Steuererklärung zu einer saftigen Rückerstattung führen kann. Zur Vereinfachung soll an dieser Stelle nur die meist größte Komponente, die Werbungskosten betrachtet werden. Mit der vorausgefüllten Steuererklärung können Sie weitere Aufwendungen, wie z.B. Kosten für Versicherungen geltend machen. Je mehr Kosten geltend gemacht werden, desto höher ist auch die Rückerstattung.

Für die Ausbildungsjahre ergeben sich folgende Werbungskosten:

Jahr Fahrtkostenpauschale Sonstige Werbungskosten
2012 2.070€ 130€
2013 2.070€ 130€
2014 2.070€ 130€
Summe 6.210€ 390€

Durch den Verlustvortrag hat A bis zum Eintritt in ein steuerpflichtiges Arbeitsverhältnis anrechenbare Werbungskosten in Höhe von 6.600€ gesammelt.

Für das Steuerjahr 2015 werden danach insgesamt 13.200€ Werbungskosten vom Bruttolohn abgezogen und nur das reduzierte Einkommen versteuert.

Damit ergibt sich insgesamt eine Lohnsteuerrückzahlung von ungefähr 3.328€.

Hätte A auf die rückwirkende Einkommenssteuererklärung der Jahre 2012-2014 verzichtet, hätte er eine Rückzahlung von ca. 2.718€ nicht erhalten.

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