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Generelle Steuertipps für Ihre Einkommenssteuererklärung

1. Reichen Sie eine Einkommenssteuererklärung ein

Zu den wohl wichtigsten Steuertipps gehört es, überhaupt eine Lohnsteuererklärung zu machen. Denn selbst wenn Sie nur wenige abzugsfähige Aufwendungen haben und nicht viel Zeit investieren möchten, lohnt es sich für Sie eine Einkommenssteuererklärung zu erstellen.

Mit der vorausgefüllten Steuererklärung, die ganz einfach über Elster Steuererklärung beantragt werden kann, ist es möglich unter minimalem Aufwand Kosten geltend zu machen. Ohne Belege erhalten Sie bereits ab einer Fahrstrecke von 15 km zwischen Wohnort und Arbeitsstätte und fünf Arbeitstagen in der Woche eine Rückzahlung. Darüber hinaus können Sie monatlich anfallende Kosten, wie Kontoführungsgebühren, Versicherungen, Betreuungskosten für Kinder und vieles mehr geltend machen und sich so einen Teil der gezahlten Einkommenssteuer zurück holen.

2. Steuern sparen durch Werbungskosten

Man versteht unter Werbungskosten alle Aufwendungen die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung des Einkommens dienen. Durch das Einreichen einer Steuererklärung mit ausgewiesenen Werbungskosten erhalten Sie entweder eine Lohnsteuerrückzahlung oder es entsteht ein Verlustvortrag. Sobald Sie in Folgejahren ein ausreichendes steuerpflichtiges Einkommen beziehen, werden die Werbungskosten abgezogen und Sie erhalten eine Rückerstattung.

Werbungskosten können auch ohne Berufsverhältnis entstehen, man spricht dann von vorweggenommenen Werbungskosten. Diese können z.B. im Rahmen einer Berufsausbildung oder einem Bewerbungsprozess entstehen. Bei einer Berufsausbildung ist zu prüfen, ob es sich um eine Erst- oder Zweit-/Folgeausbildung (bzw. Studium) handelt. Nur Aufwendungen für Folgeausbildungen sind als Werbungskosten abzugsfähig und haben damit steuerliche Auswirkungen in einer späteren steuerpflichtigen Erwerbstätigkeit.

3. Arbeitsmittel als Werbungskosten geltend machen

Wenn Sie Arbeitsmittel, wie z.B. Büromaterial oder eine neue Aktentasche angeschafft haben, können Sie diese als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend machen und so Steuern sparen. Größere Anschaffungen wie z.B. ein neuer Computer werden sofern diese einen Rechnungsbetrag von 487,90€ (inkl. MWst) überschreiten über die Nutzungsdauer verteilt abgezogen.

Das können Sie sich zunutze machen wenn Sie z.B. einen Computer mit Zubehör für 5.000€ anschaffen, diesen erst 3 Jahre privat nutzen und anschließend ausschließlich beruflich, sind in den ersten zwei Jahren der beruflichen Nutzung jährlich 1.000€ Abschreibung als Werbungskosten abzugsfähig. Falls Sie keine größeren beruflichen Anschaffungen tätigen und Ihre Belege nicht sammeln möchten machen Sie unbedingt den belegfreien Pauschalbetrag von 110€ geltend.

4. Aufwendungen für beruflich genutzte Arbeitszimmer geltend machen

Wird das Arbeitszimmer im eigenen Haushalt auch zu Arbeitszwecken genutzt (z.B. Homeoffice) machen Sie die Aufwendungen (Anteilige Miete, Mietnebenkosten, Einrichtung usw.) geltend. Falls der Antrag abgelehnt wird, erheben Sie Einspruch und beantragen sie dann das Ruhen des Verfahrens.

5. Fachliteratur als Werbungskosten geltend machen

Wenn Sie Fachliteratur zur beruflichen Weiterbildung kaufen, heben Sie den Beleg auf, beträgt der Kaufpreis über 100€ sollte Ihr Name auf dem Beleg stehen. Die Belege können beim Finanzamt eingereicht werden, denn die Kosten sind als Werbungskosten abzugsfähig.

6. Reinigungskosten als Werbungskosten geltend machen

Wenn Sie „typische Berufskleidung“ tragen, können Sie nicht nur deren Anschaffungskosten als Werbungskosten geltend machen, sondern auch deren Reinigung und Instandhaltung. Ein weiterer Steuertipp – wenn keine Belege vorhanden sind, z.B. weil die Reinigung im eigenen Haushalt sattfindet, können pauschale Reinigungskosten von 110€ angesetzt werden.

7. Krankheitskosten als Werbungskosten geltend machen

Krankheitskosten als Werbungskosten

Wenn Sie an einer typischen Berufskrankheit, z.B. Schwerhörigkeit durch Lärmbelästigung am Arbeitsplatz, leiden können Sie Krankheitskosten, wie den Erwerb eines Hörgerätes, als Werbungskosten geltend machen. Darüber hinaus können Fahrten zum Arzt oder der Therapie unter die Krankheitskosten fallen. Ähnliches gilt für einen Kuraufenthalt, die Kosten werden anerkannt, selbst wenn die Notwendigkeit der Kur nicht nachgewiesen wurde.

8. Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungen angeben

Aus verschiedenen Gründen kann es sinnvoll sein bestimmte Behandlungen aus eigener Tasche zu zahlen, andere werden von der Kasse gar nicht übernommen, wie z.B. Kosten für eine künstliche Befruchtung. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, kann durch Eigenleistung eine Rückerstattung ermöglicht werden. Bei privaten Kassen können Beitragszahlungen reduziert werden, es steht aktuell ein Urteil aus indem der Bundesfinanzhof prüft, ob Eigenleistungen die dazu dienen Beiträge zu mindern anerkannt werden.

Sollte das Finanzamt Ihren Antrag ablehnen, ist Einspruch einzulegen. Ein Abzug der Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung ist möglich, wenn diese die Grenze zu den gewöhnlichen Belastungen überschreiten. Die Grenze richtet sich nach dem Einkommen, Familienstand und der Kinderzahl. Darüber hinaus muss für die durchgeführten Behandlungen eine Notwendigkeit bestehen, dabei ist zum Teil eine Bescheinigung von einem Heilpraktiker, z.B. für eine Akupunktur, ausreichend.

9. Aufwendungen für die Betreuung und Unterbringung von behinderten Personen geltend machen

Aufwendungen für die Unterbringung von Personen für die Sie die Betreuung übernommen haben oder für Sie selbst, in einer Pflegeeinrichtung (z.B. Seniorenwohnheim oder Behinderteneinrichtung) können Sie, genau wie Krankenkosten als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Auch Kosten die Ihnen z.B. durch die behindertengerechte Umrüstung eines Fahrzeugs entstehen sind abzugsfähig. Darüber hinaus gibt es einen Behinderten-Pauschbetrag der ohne Belege geltend gemacht werden kann. Er wird je nach Grad der Behinderung zwischen 310€ und 3.700€ angesetzt. Für den Nachweis der Behinderung ist ein Behindertenausweis erforderlich. Der Pauschbetrag kann von Kindern oder zu betreuenden Personen auf Sie übertragen werden.

10. Abzugsfähigkeit der Ausbildungskosten prüfen

Abzugsfähigkeit der Ausbildungskosten

Wenn eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert werden, ist zu prüfen inwieweit die Aufwendungen abzugsfähig sind. Grundsätzlich gilt, die Kosten sind nur dann als vorweggenommene Werbungskosten voll abzugsfähig, wenn es sich um eine zweite Berufsausbildung handelt. Das bedeutet ein Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung, ein zweites Studium oder eine zweite Ausbildung. Das Gleiche gilt für ein dual absolviertes Studium innerhalb eines Ausbildungsverhältnisses.

Zu den bekanntesten Steuertipps zählt weiterhin, dass vorweggenommene Werbungskosten, sofern das Einkommen nicht ausreicht, als Verlust vorgetragen und in spätere Jahre übertragen werden können. Für eine erste Berufsausbildung besteht lediglich die Möglichkeit Sonderkosten bis zu einer Höhe von 6.000€ geltend zu machen, diese sind allerdings lediglich im Jahr ihrer Entstehung abzugsfähig und bleiben daher in der Regel ohne steuerliche Auswirkungen. Diese Grundsätze sollten bei der Planung eines Studiums mit berücksichtigt werden: Wenn Sie ein langwieriges Studium ohne Zwischenabschluss (Bachelor) planen, wie z.B. ein Medizinstudium empfiehlt es sich eine zwölfmonatige Berufsausbildung voranzustellen. Sie ist eine ideale Überbrückung von Wartesemestern und macht sich ab dem ersten Gehalt bezahlt.

Das gleiche gilt für den Fall, dass sie ohnehin ein Studium und eine Ausbildung planen, dann sollte mit der Ausbildung begonnen werden. Aktuell prüft das Bundesverfassungsgericht, ob das rückwirkende Abzugsverbot für Werbungskosten der ersten Berufsausbildung verfassungskonform ist. Sie sollten, sofern Sie kein für den Sonderkostenabzug relevantes Einkommen haben, die Kosten für das Erststudium als Werbungskosten geltend machen. Wenn das Urteil zu Gunsten der Steuerzahler ausfällt wird der Bescheid nachträglich erlassen.

11. Abzugsfähigkeit von Fortbildungen und Fachtagungen prüfen

Um Reisekosten geltend zu machen ist es wichtig, dass Sie um eine Teilnahmebescheinigung bitten und Belege (Hotelrechnung, Ticketkosten für die An- und Abreise usw.) aufbewahren. Wenn Sie die Tagung mit einer Urlaubsreise verbunden haben, können Sie für die Seminartage Reisekosten geltend machen. Darüber hinaus sind Anteilig die Kosten für die An- und Abreise geltend zu machen. Bei machen beruflichen Reisen können Sprachkenntnisse von Nöten sein, auch Sprachkurse, die nur Grundkenntnisse vermitteln können als Werbungskosten geltend gemacht werden.

12. Monats- statt Jahrestickets vom Arbeitgeber aushändigen lassen

Wenn Sie ein Jobticket von Ihrem Arbeitgeber kostenlos oder vergünstigt gestellt bekommen gilt das als Sachbezug. Dieser muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Dabei ist zum einen zu beachten, dass Rabatte, die der Arbeitgeber gegenüber einem Privatkäufer erhält nicht zum geldwerten Vorteil dazu gerechnet werden. Erhält der Arbeitgeber aufgrund einer höheren Abnahme das Ticket für 400€, welches im normalen Verkauf 480€ kostet beschränkt sich der geldwerte Vorteil lediglich auf die 400€. Darüber hinaus ist zu beachten, dass es Freibeträge für den geldwerten Vorteil gibt. Diese belaufen sich auf 44€ monatlich, bei einem Jahresticket können Sie nicht angewendet werden und der komplette Betrag ist steuerpflichtig. Erhalten Sie stattdessen Monatstickets sind 44€ des Preises nicht Lohnsteuerpflichtig.

13. Pauschalversteuerung für Fahrtgeld fordern



Fahrtkosten 2015

Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber Fahrtgelt erhalten, z.B. weil Sie mit dem eigenen PKW anreisen, ist dieses als geldwerter Vorteil grundsätzlich steuerpflichtig. Allerdings kann die hohe Lohnsteuer umgangen werden zum einen sind monatlich 44€ an Sachbezügen frei, bitten Sie einfach darum einen Benzingutschein in Höhe von 44€ zu erhalten statt dem Fahrtgeld. Das restliche Fahrtgeld kann, sofern es unter dem Betrag der Entfernungspauschale liegt pauschal mit 15% versteuert werden, statt dem üblichen Lohnsteuersatz. Hinzukommen noch Kirchensteuer und ein Solidaritätszuschlag, sodass Sie insgesamt mit ca. 17% versteuern. Der Arbeitgeber spart den Sozialversicherungsanteil, daher ist diese Besteuerungsform für beide Seiten ein Gewinn.

Überwiegend beruflich genutzte PKWs als Arbeitsmittel anrechnen Wenn Sie Ihren PKW zu mehr als 90% beruflich nutzen sind alle für Ihn entfallenden Aufwendungen als Werbungskosten abzugsfähig. Darunter fallen:

  • Die jährliche Abschreibung ()
  • Zinskosten, falls der PKW finanziert wird
  • Kraftstoff
  • Versicherung
  • Instandhaltung/Reparaturen
  • Und Ähnliches

Zum Nachweis sollte ein Fahrtenbuch geführt werden.

14. Steuern sparen beim Dienstwagen

Meistens findet zur steuerlichen Erfassung des geldwerten Vorteils von privat genutzten Dienstwagen die 1%-Regel Anwendung. Wenn Sie ihren Dienstwagen privat sehr wenig nutzen kann ein Fahrtenbuch kostengünstiger sein, falls Sie sich dafür entschieden haben ist es wichtig darauf zu achten, dass der Arbeitgeber auch korrekt mit den Angaben des Fahrtenbuchs gerechnet hat. Kam fälschlicherweise die 1%-Regelung zum Tragen, können Sie den Bruttoarbeitslohn korrigieren. Beachten Sie auch die Sonderregelungen für Elektro-oder Hybridfahrzeuge, diese würden Sie aufgrund der höheren Anschaffungskosten steuerlich deutlich mehr belasten. Der Gesetzgeber verhindert das jedoch durch einen Nachteilsausgleich, es sollte nachgeprüft werden, ob dieser korrekt angewendet wurde.

15. Steuerersparnis: haushaltsnahe Dienst- und Handwerksleistungen

Bei Ihnen im Haushalt durchgeführte Dienst- und Handwerksleistungen fallen in der Regel unter die Definition der haushaltsnahen Dienstleistungen. Für diese können Steuerreduzierungen in Anspruch genommen werden, dazu ist allerdings notwendig, dass die Zahlung für die Dienste per Überweisung erfolgt, eine Barzahlung wird nicht akzeptiert. Darüber hinaus sollte in der Rechnung, die sie z.B. vom Klempner erhalten, der Arbeitslohn gesondert ausgewiesen sein, da nur dieser steuerlich begünstigt ist. Es ist zu prüfen, ob die Rechnung Ihrer Hausverwaltung haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Hausmeisterservice, Reinigung, Handwerksleistungen usw.) enthält, das ist in der Regel der Fall, wichtig ist dass diese in der Abrechnung gesondert aufgeführt sind. Die einzelnen Positionen können dann ebenfalls abgesetzt werden.

16. Erhalten Sie Kindergeld? Können Sie Betreuungskosten absetzen?

Wenn Ihr Kind beim Einkommenssteuerbescheid steuerlich berücksichtigt wurde, sollten Sie für dieses auch Kindergeld erhalten. Sollte das nicht der Fall sein, kann das Kindergeld nachträglich bei der zuständigen Familienkasse beantragt werden. Betreuungskosten können steuerlich geltend gemacht werden. Sie fallen zusätzlich unter die Definition der haushaltsnahen Dienstleistungen und sind steuerlich begünstigt. Dazu ist es jedoch notwendig, dass mit dem Betreuer z.B. einem Verwandten ein Vertrag geschlossen wird und die Vergütung per Überweisung gezahlt wird. Die Aufwendungen für ein Au-pair können zur Hälfte als Betreuungskosten angerechnet werden.

17. Zweiten, beruflichen Wohnsitz angeben

Zusätzlich zu den Werbungskosten für eine doppelte Haushaltsführung können Sie einen weiteren steuerlichen Vorteil nutzen: Kauft Ihr Ehegatte die Wohnung, die Sie anschließend als Zweitwohnsitz am Arbeitsort nutzen, können Verluste aus V+V geltend gemacht werden. Ähnliches gilt, wenn Ihr Kind plant außerhalb zu studieren und Sie eine Wohnung anmieten müssten. Die Mietzahlungen kann das Kind dann von dem von Ihnen geleisteten Unterhalt an Sie zurücküberweisen.

18. Bei Reparaturen von vermieteten Objekten sparen

Wenn Sie ein Objekt zur Vermietung erworben haben, sollte darauf geachtet werden, dass die Summe der Erhaltungsaufwendungen, die für das Objekt aufgebracht werden in den ersten 3 Jahren netto unter 15% des Anschaffungspreises liegt. Andernfalls würden die Aufwendungen als anschaffungsnahe Herstellkosten gelten und sind nicht mehr abzugsfähig. Erhaltungsaufwendungen, wie z.B. eine Dacherneuerung oder Badsanierung, die dazu dienen das Objekt in zeitgemäßem Zustand zu erhalten, sind vollständig als Werbungskosten abzugsfähig.

Andere Baumaßnahmen, wie z.B. die Anlegung eines Wintergartens, sind nur dann abzugsfähig wenn die Aufwendungen 4.000€ netto nicht überschreiten, sie gelten ebenfalls als Erhaltungsaufwendungen. Falls Sie anstreben ein zur Zeit vermietetes Objekt selbst zu nutzen, ist es ratsam alle noch ausstehenden oder von Ihnen geplanten Baumaßnahmen während der Vermietung durchzuführen. Bei Eigennutzung sind die Baumaßnahmen in der Regel nicht mehr abzugsfähig. Wenn eine Instandhaltungsrücklage gebildet wird sind alle Reparaturen, die aus ihr finanziert werden als Werbungskosten abzugsfähig, allerdings nicht die Zahlungen in die Rücklage.

19. Weitere Steuertipps bei der Vermietung

Wenn Sie gelegentlich über Ihren privaten Anschluss, beruflich oder wegen den von Ihnen vermieteten Objekten telefonieren, ist ein Tipp zur Steuererklärung, dass bis zu 20 % als Aufwendungen absetzen können. Das gilt jedoch höchstens für 20€ monatlich (240€ jährlich). Diese sind als Werbungskosten abzugsfähig. Bei der Vermietung an Angehörige sollte darauf geachtet werden, dass die Miete mindestens 66% der üblichen Miete beträgt. Darüber hinaus sollten Sie das Mietverhältnis schriftlich besiegeln und sich alle Mietzahlungen, sowie die Nebenkosten überweisen lassen. Nur wenn diese beiden Aspekte berücksichtigt wurden, können Sie Kosten für das Mietobjekt als Werbungskosten geltend machen.

20. Kürzungsfalle bei Solar-/Photovoltaikanlagen umgehen

Überschüsse aus Solar- bzw. Photovoltaikanlagen können zur Kürzung von Renten- oder anderen Sozialleistungen führen. Um dem Vorzubeugen, sollten Sie überlegen die Anlagen mit Wirkung für die Zukunft unentgeltlich oder entgeltlich auf den Ehegatten oder andere Familienangehörige zu übertragen.

21. Quittungen für Spenden sammeln und in der Steuer abgeben

Egal ob Sie dauerhaft einen Spendenauftrag eingerichtet haben oder ab und an in der Kirche ein paar Euro in den Spendenkorb legen, lassen Sie sich jede Spende quittieren! Spenden sind als Sonderausgaben abzugsfähig, dabei reicht bei Zuwendungen bis 200€ ein vereinfachter Nachweis, z.B. in Form eines Bareinzahlungsbelegs oder Kontoauszugs, um die Spende nachzuweisen.

22. Steuerberaterkosten geltend machen

Die Abzugsfähigkeit ist zwar stark eingeschränkt, jedoch können alle Kosten die im Zusammenhang mit verschiedenen Einkünften stehen als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Sie sind von jenen Kosten zu trennen, die beim Steuerberater für Belange der privaten Lebensführung anfallen.

23. Steuertipps zu Versicherungen

Steuertipps zu Versicherungen

Beiträge für Haftversicherungen, die sowohl private als auch berufliche Risiken abdecken, können aufgeteilt werden. Der Privatanteil stellt eine Sonderausgabe dar, der berufliche Anteil fällt unter die Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben. Diese Unterscheidung ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie die Grenze der ansetzbaren Sonderkosten von 6.000€ erreichen bzw. bei Nichttrennung überschreiten würden. Wenn Beiträge zur privaten Basiskranken- und Pflegeversicherung für mehrere Jahre im Voraus gezahlt werden können, kann das sehr vorteilhaft sein. Die abzugsfähigen Sonderkosten können damit in einem Jahr gesteigert werden und dadurch eine deutlich höhere Rückzahlung erwirkt werden, als es bei einer Verteilung auf mehrere Jahre der Fall wäre. Versicherungsbeiträge, die Sie als Versicherungsnehmer für eine unterstützte Person zahlen können ebenfalls als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung ausgewiesen werden.

24. Steuern sparen durch Zusatzeinkünfte

Zusatzeinkünfte, die z.B. aus einer Selbstständigkeit entstehen müssen nicht unbedingt Gewinne sein. Vor allem in der Anfangsphase einer Selbstständigkeit können Verluste anfallen, diese können geltend gemacht werden und wirken sich positiv für eine Rückzahlung aus. Wenn das Finanzamt die Verluste nicht anerkennt, muss eine Gewinnerzielungsabsicht deutlich gemacht werden, z.B. mit Hilfe eines Businessplans, dabei sollte besonders betont werden, dass einer Gewinnerzielung üblicherweise eine Investitionsphase vorangeht.

Wenn Ihre Zusatzeinkünfte darin bestehen, dass Sie Gegenstände privat z.B. über eBay veräußern, sollte drauf geachtet werden, dass Sie nicht als Unternehmer tätig werden. Das ist der Fall, wenn aus dem Verkauf Gewinne erzielt werden, das ist meist nur bei Sammlerstücken möglich, da diese im Wert steigen. Steuerpflichtig sind die Gewinne allerdings nur wenn Sie innerhalb eines Jahres nach dem Erwerb des Gegenstandes erzielt werden und insgesamt die Freigrenze von 600€ jährlich überschritten wird.