Die vereinfachte Steuererklärung


Viele Arbeitnehmer lassen sich die Chance einer Steuerrückzahlung entgehen. Einigen mangelt es an Zeit, um die Formulare auszufüllen und Belege zusammenzusuchen. Andere verbinden den Begriff „Steuererklärung“ mit einem komplizierten und langwierigen Prozess.
Doch das trifft für die meisten Arbeitnehmer nicht zu. Wer lediglich einen Arbeitslohn (einschließlich Versorgungsbezüge) und gegebenenfalls Lohnersatzleistungen (z.B. Elterngeld, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld) erhält, kann eine vereinfachte Steuererklärung ausfüllen. Der zweiseitige Steuervordruck beinhaltet lediglich Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen. Er bietet sich sowohl für unverheiratete als auch verheiratete Personen an, die eine Zusammenveranlagung beantragen.


Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer


Das Formular zur vereinfachten Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer beschränkt sich auf die notwendigsten Angaben. Darunter fallen persönliche Daten, wie der Name und die Anschrift, darüber hinaus Kontodaten für die Rückerstattung und die eTIN welche sich auf der Lohnsteuerbescheinigung befindet. Die eTIN ist Ihre persönliche lohnsteuerliche Identifikationsnummer. Das Finanzamt kann darüber auf die Daten Ihrer Lohnsteuerbescheide zugreifen, sodass Sie diese nicht mehr beifügen müssen.


Für eine lohnenswerte Rückerstattung ist es ausreichend, wenn lediglich pauschale Werbungskosten geltend gemacht werden. Diese setzten sich zusammen aus:

  • Der Entfernungspauschale, die mit folgender Formel für Fahrten zwischen dem Wohnort und der ersten Tätigkeitsstätte berechnet wird: 0,30€ ×Entfernungskilometer ×Anzahl der Arbeitstage (Mit Entfernungskilometer wird die schnellste Straßenverbindung zwischen Wohnort und Arbeitsstätte bezeichnet.)
    → Eine Steuererstattung erfolgt bereits bei 230 Arbeitstagen (Fünftagewoche) und einer Strecke von 15 km. Dabei ist irrelevant mit welchem Verkehrsmittel die Arbeitsstätte erreicht wird.

 

  • Den Kontoführungsgebühren, die pauschal ohne Nachweis mit 16€ angesetzt werden können. Alternativ können die meist deutlich höheren, tatsächlichen Kosten mit entsprechendem Nachweis angesetzt werden.

 

  • Und den Ausgaben für Arbeitsmitteln, die pauschal ohne Belege mit 110€ angesetzt werden können.

 

Beispielrechnung zur vereinfachten Steuererklärung:

Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer


Einzelhandelskaufmann Müller hat bisher keine Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht. Er arbeitet an fünf Tagen in der Woche und fährt von seiner Wohnung ca. 41,65km zu seiner Arbeitsstätte. Er verdient jährlich 50.000€ brutto, was einem Steuersatz von 25,51% entspricht. Er kann folgende Werbungskosten abziehen:

  • Entfernungspauschale (0,30 € ×41,65 [km]×230 [Tage]) in Höhe von ca. 2.874€
  • Sonstige Werbungskosten (Arbeitsmittel, Kontoführungsgebühren) in Höhe von 126€


Insgesamt ergeben sich Werbungskosten in Höhe von 3.000€ und ein zu versteuerndes Einkommen von 47.000€ bei einem Steuersatz von 24,59%. Subtrahiert man nun die zu zahlenden Steuern auf das geschmälerte zu versteuernde Einkommen von denen des Ursprünglichen ergibt sich eine Steuerersparnis von 1.200€. (50.000€ ×0,2551 -47.000€ ×0,02459=1.200€)
Diese Rechnung zeigt, dass Herr Müller in wenigen Minuten eine Rückerstattung von 1.200€ vom Finanzamt erhält.


Wie kann man rückwirkend Werbungskosten geltend machen?


Da dies die erste Steuererklärung von Herrn Müller wäre, könnte er sich auch für die vergangenen Jahre einen Teil der gezahlten Lohnsteuer zurück erstatten lassen. Für die freiwillige Steuererklärung hat der Arbeitnehmer grundsätzlich bis zu vier Jahre Zeit, die Steuererklärung für 2012 kann folglich noch bis zum 31. 12.2016 beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden.
Wenn sich Herr Müller nun die Zeit nimmt und auch für die vergangenen vier Jahre eine Steuererklärung einreicht könnte er, vorausgesetzt sein Einkommen und die Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstätte waren konstant, folgende Rückzahlung erhalten:

Steuerjahr Erstattung
2012 1.200 €
2013 1.200 €
2014 1.200 €
2015 (aktuelle Steuererklärung) 1.200 €
Gesamte Steuererstattung 4.800 €



Monatlich höheres Nettoeinkommen mit dem Lohnsteuerfreibetrag!


Wer nicht bis zum Ablauf des Jahres warten, sondern lieber kontinuierlich sein Nettoeinkommen steigern möchte, kann die Eintragung eines Lohnsteuerfreibetrags beim Finanzamt beantragen. Mit dem amtlichen Vordruck der „Lohnsteuerermäßigung“ können dem Finanzamt die voraussichtlichen Werbungskosten mitgeteilt werden. Folglich behält der Arbeitgeber beim Lohnabzug weniger Lohnsteuer ein und das Nettogehalt am Monatsende steigt.
Wenn Herr Müller einen solchen Antrag für das Jahr 2016 stellen würde, könnte er seine voraussichtlichen Werbungskosten für das Jahr in Höhe von 3.000€ angeben. Dadurch würde sein Nettogehalt monatlich um 100€ steigen. Der Antrag erfordert jedoch, dass Herr Müller für das Steuerjahr 2016 zwingend eine Einkommenssteuererklärung einreichen muss, damit das Finanzamt prüfen kann, ob die voraussichtlichen Werbungskosten mit den tatsächlichen übereinstimmen. Diese Methode erzielt zwar kontinuierlichere Einnahmen bzw. Ersparnisse, erfordert jedoch einen doppelten Zeitaufwand (vor und nach dem jeweiligen Steuerjahr).
Alternative: Die vorausgefüllte Steuererklärung
Mit der vereinfachten Einkommenssteuererklärung können Sie zwar eine Rückzahlung erwirken, schöpfen Ihre Möglichkeiten aber nicht vollständig aus. Die wenigen Angaben berücksichtigen beispielsweise keine Versicherungen, die ebenfalls abzugsfähig sind. Eine Alternative bietet die vorausgefüllte Steuererklärung, mit der Sie alle Ihnen zustehend Abzüge geltend machen. Sie wird grundsätzlich vom Finanzamt elektronisch zur Verfügung gestellt. Sie enthält bereits die wichtigen Daten wie Lohneinkünfte, Renteneinkünfte, Krankenversicherungen und Riester oder Rürup sowie die persönlichen Daten.
Da die online Beantragung der vorausgefüllten Steuererklärung direkt beim Finanzamt kompliziert und zeitaufwendig ist, bietet es sich an einen Dienstleister, wie „elster-steuererklärung.de“ mit der Beschaffung zu beauftragen. Mit einer Elster Steuererklärung entgehen Sie einem erheblichen Zeitaufwand, denn die gesamte Antragsstellung wird für Sie übernommen. Die Bearbeitung des Antrags beim zuständigen Finanzamt dauert bis zu drei Wochen, sobald Ihre vorausgefüllte Steuererklärung vorliegt, wird Sie Ihnen zum Ausfüllen weitergegeben.
Es sind lediglich die individuellen Ausgaben, wie z.B. die Fahrtkostenpauschale oder Kontoführungsgebühren, einzutragen. Die Steuererklärung wird dann per Post oder elektronisch beim Finanzamt eingereicht. Nach einigen Wochen erhalten Sie ein Schreiben, das Ihre Rückzahlung bestätigt und können sich über eine Summe auf Ihrem Konto freuen, die voraussichtlich deutlich höher ausfällt als mit einer vereinfachten Steuererklärung.



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